Karl Georg von Wächter

Wiedermal auf Spurensuche im Jahre 2002 nach einem bis dahin hierzulande längst vergessenen, jedoch ganz bedeutenden Landsmann, führte uns unsere Suche in die Neuen Bundesländer.

Karl Georg von Wächter 1797 in Marbach geboren, Professor der Rechte, Kanzler der Universität Tübingen, Präsident des württembergischen Landtages, Rektor der Universität Leipzig, Mitbegründer und 1. Präsident des deutschen Juristentages, Ehrenbürger der Städte Marbach a.N., Tübingen und Leipzig. Wahrlich einer der bedeutendsten juristischen Persönlichkeiten seiner Zeit und hier in Röcknitz zwischen Leipzig und Wurzen gelegen soll er gelebt und am 15.01.1880 gestorben und drei Tage später in der Krypta der dortigen kleine Dorfkirche begraben sein. Nach einigen Umfragen am Ort – der ja ursprünglich nur ein großes Hofgut seines Sohnes war uns erst während und nach dem Zweiten Weltkrieg Wohnort von Flüchtlingen wurde, kamen wir an eine ältere Frau, die in jenen Tagen Mesnerin war. Sie konnte uns berichten, dass bei Kriegsende der gesamte Friedhof von Bombentrichtern übersäht und der Eingang zur Krypta den sie noch genau kannte, unwiederbringlich zugeschüttet war. Mit diesen Informationen nach Hause zurück gekehrt konnten wir die bis dahin nichts ahnende und völlig überraschte Verwandtschaft Annemarie Griesinger Ministerin a.D. und ihren Vetter Dr. Karl Römer dazu bewegen, ihrem großartigen Verwandten eine letzte Ehre zu erweisen.

Am 13. Oktober 2002 nun wurde mit einer schönen Feier mit der Enthüllung des Gedenksteins an der Südseite Kirchturms in Röcknitz die Wiedereinrichtung der Grabstädte des Karl Georg von Wächter feierlich begangen.